Personal Backup Vers. 5.3

© 2012, J. Rathlev, IEAP, Uni-Kiel

Einstellungen

Durch Klick auf die Karteikarte Auftrags-Einstellungen kann der Backup-Auftrag konfiguriert werden:


  Einstellungen Zieleinstellungen Backup-Modus Komprimieren Verschlüsseln Überprüfen Datei-Infos kopieren Leere Verzeichnisse löschen Quelldateien löschen Zeitvergleich

Backup-Ziel

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die zu sichernden Daten im Ziel abzulegen. Ist in den automatischen Aufträgen ein Wechselplan festgelegt, wird den nachfolgend genannten Verzeichnissen je nach Zyklus noch eine Verzeichnis vom Typ BDnn bei täglichem oder BWnn bei wöchentlichem Wechsel übergeordnet.

In Einzeldateien
Getrennte Verzeichnisse für Laufwerke (Standardeinstellung)
Im Zielverzeichnis wird für jedes Laufwerk, von dem Dateien kopiert werden sollen, ein eigenes Unterverzeichnis angelegt. Per Vorgabe heißen diese LwC, LwD, etc., auf Wunsch können auch andere Namen vergeben werden (z.B. ?-Laufwerk, ? wird vom Programm durch den aktuellen Laufwerksbuchstaben ersetzt). In diesen wird dann eine Verzeichnisstruktur wie auf dem Original-Laufwerk angelegt.
Originale vollst. Verzeichnisstruktur
Im Ziel bleibt die komplette Verzeichnisstruktur erhalten. Es können aber nur Verzeichnisse gesichert werden, die auf dem gleichen Laufwerk liegen.
Bsp.: Wird als Zielverzeichnis "X:\" angegeben, so erhält man einen 1:1-Kopie der ausgewählten Verzeichnisstruktur von dem Ursprungslaufwerk E:\.
Getrennt nach Basisverzeichnis
Für jedes ausgewählte Basisverzeichnis wird im Ziel eine eigene Verzeichnisstruktur angelegt.
Ein Verzeichnis ohne vollst. Pfad
Der Ursprungspfad wird nicht übernommen. Alle Dateien und Unterverzeichnisse werden in das gleiche Zielverzeichnis kopiert. Mögliche Namensüberschneidungen werden vom Programm geprüft.
Zip-Dateien
In Zip-Datei(en)
Alle Dateien in ein Zip-Archiv
Im Ziel wird eine Zip-Datei mit einem beliebigen Namen, der auch Platzhalter enthalten darf, angelegt. Dorthinein werden alle zu sichernden Dateien in der Original-Verzeichnisstruktur gepackt.
Getrennt nach Basis-Verz.
Für jedes Verzeichnis, das zur Sicherung ausgewählt wurde, wird eine eigene Zip-Datei angelegt Der Name wird entsprechend dem letzten Unterpfad gewählt, z.B.
Quellverzeichnis    Zip-Datei
E:\Daten\Verz1
E:\Daten\Verz2
Bu-2011-07-021-Verz1.zip
Bu-2011-07-21-Verz2.zip
Getrennt nach Laufw. und Verzeichn.
Im Zielverzeichnis wird für jedes Laufwerk, von dem Dateien kopiert werden sollen, ein eigenes Unterverzeichnis angelegt: LwC, LwD, etc. (siehe dazu auch die Erläuterungen unter Einzeldateien weiter oben). Darunter wird die originale Unterverzeichnisstruktur angelegt. In jedem dieser Unterverzeichnisse wird eine Zip-Datei mit dem angegebenen Namen angelegt, die alle zu sichernden Dateien des jeweiligen Verzeichnisses enthält.
Getrennt nach Unterverzeichnis
Wie zuvor, aber ohne Laufwerkskennung.
Beim Backup in Zip-Dateien ist zu beachten, dass diese bei jedem Backup neu angelegt werden (eine bereits vorhandene Zip-Datei mit gleichem Namen wird überschrieben). Es findet kein Vergleich der Zeitinformationen (siehe unten unter kopieren) statt.

Hinweis: Wenn im Backupauftrag als Quelle mehrere Laufwerke verwendet werden, kann als Backup-Ziel nur nach den Methoden (Einzeldateien - Getrennte Verzeichnisse für Laufwerke oder Zip-Dateien - Getrennt nach Laufw. und Verzeichn. gesichert werden. Bei den anderen Methoden können Mehrdeutigkeiten entstehen, wenn auf verschiedenen Laufwerken gleiche Verzeichnisnamen und/oder Dateinamen verwendet werden. In diesen Fällen muss für jedes Quelllaufwerk ein eigener Backup-Auftrag angelegt werden.

 
Platzhalter in Zip-Dateien

Die Namen der Zip-Dateien dürfen einen Platzhalter folgender Form enthalten (Klick auf die Schaltfläche ):

Backup-Modus

Für das Backup können verschiedene Verfahrensweisen ausgewählt werden:

Wichtige Hinweise:

Die Betriebsarten Alles neu, Differenziell und Inkrementell können nur in Verbindung mit einer Sicherung in Einzeldateien verwendet werden. Sie sind außerdem sind sinnvoll nur in Kombination zu verwenden, z.B. in folgender Weise:

  1. Am ersten Tag wird ein vollständiges Backup in das Verzeichnis A durchgeführt.
  2. An den Folgetagen wird jeweils ein differenzielles (oder inkrementelles) Backup in die Verzeichnisse B,C,.. durchgeführt.
  3. Nach einer bestimmten Anzahl von Tagen beginnt man wieder von vorn mit einem vollständigen Backup.
  4. Bei einem Restore ist in diesem Fall wie folgt vorzugehen:
    1. Komplett + differenziell: Das letzte komplette Backup (A) und das letzte differenzielle Backup (z.B. E) müssen zurückgespeichert werden.
    2. Komplett + inkrementell: Das letzte komplette Backup(A) und alle inkrementellen Backups (z.B. B,C,D,E) müssen zurückgespeichert werden.

Beim Automatikbetrieb gibt es Voreinstellungen, die solche Möglichkeiten im Rahmen eines Wechselplans bieten. Auch mit dem Windows-Taskplaner kann eine solche Backup-Funktion realisiert werden. Dazu legt man mehrere Backupaufträge an, die sich nur in der Betriebsart (z.B. komplett und differenziell) und den Zielverzeichnissen unterscheiden und lässt diese zu den gewünschten Zeiten laufen (z.B. Montags komplett, an der anderen Wochentagen differenziell).

Für den "Normalbenutzer" wird die Betriebsart Kopieren empfohlen, da er hier sicher sein kann, dass im Backup-Verzeichnis immer die aktuellen Versionen der zu sichernden Daten zu finden sind. Alte, am Ursprung nicht mehr vorhandene Dateien werden dort nur gelöscht, wenn die Option Synchronisieren ausgewählt ist.

Einstellungen für den Zeitvergleich

Beim Zeitvergleich von Dateien gibt es Probleme, wenn in Quelle und Ziel unterschiedliche Dateisysteme (z.B. FAT32 und NTFS) benutzt werden. Das Format, mit der der Zeitstempel gespeichert wird, ist

Um Probleme bei unterschiedlichen Systemen in Quelle und Ziel zu vermeiden, wird beim Vergleich der Zeitstempel der Dateien eine Toleranz von 2 s akzeptiert. Falls nötig, kann auch ein anderer Wert eingestellt werden.
Außerdem ist zu beachten, dass bei FAT die lokale Zeit, bei den anderen System die Weltzeit (UTC) verwendet wird. Wenn eine Datensicherung z.B. von einer NTFS-Partition auf eine FAT32-Partition erfolgt, führt dies immer nach der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit zu Problemen. Bei der ersten Sicherung nach der Umstellung werden mit einem Mal alle Dateien neu kopiert, auch wenn sie sich eigentlich nicht verändert haben. Die lokale Zeit ist aber dann um eine Stunde weiter, was den Unterschied vortäuscht. Für diesen Sonderfall kann deshalb der Zeitvergleich so modifiziert werden, dass auch genau eine Stunde plus der o.g. Toleranz als Unterschied erlaubt ist und kein Kopiervorgang eingeleitet wird.
Es gibt einige Programme, die Änderungen an Dateien (z.B. Jpg-Bildern) vornehmen, ohne den Zeitstempel anzupassen. In diesem Fall kann als zusätzliches Vergleichskriterium die Dateigröße verwendet werden. Dies funktioniert allerding nur bei Dateien, die beim Kopieren weder komprimiert (i.d.R. Jpg, Png, etc.) noch verschlüsselt werden.  

Dateien komprimieren

Als Standardvorgabe ist bei der Sicherung von Einzeldateien die Komprierung nach dem gzip-Verfahren eingeschaltet. Das verwendete Datenformat ist mit allen gängigen Archivierprogrammen (wie z.B. Winzip) kompatibel.
Viele Dateitypen (wie z.B. PDF, ZIP oder JPG) sind bereits von sich aus komprimiert, so dass eine erneute Kompression keine weitere Platzeinsparung bringt. Durch Klick auf die Taste Dateitypen auswählen kann eingestellt werden, welche Dateitypen bei diesem Auftrag nicht komprimiert werden sollen. Die Standardvorgaben hierfür können über die Programmeinstellungen vorgenommen werden.
Auf Wunsch (z.B. wenn eine 1:1-Kopie der Daten erstellt werden soll) kann die Komprimierung auch abgeschaltet werden.


Verschlüsseln von Dateien


Auf Wunsch können die Dateien beim Kopieren nach dem Advanced Encryption Standard (AES) verschlüsselt werden. Dieses Verfahren gilt z.Zt. als sehr sicher (weitere Informationen). Es kann sowohl auf Einzeldateien (komprimiert oder unkomprimiert) mit einem speziellen Datenformat als auch auf Zip-Dateien im WinZip-kompatiblen Datenformat angewendet werden.
Das Kennwort für die Verschlüsselung kann fest vorgegeben werden. Es wird dann in verschlüsselter Form im Auftrag gespeichert. Wer ganz sicher gehen will, verzichtet auf diese Bequemlichkeit und gibt das Kennwort erst beim Start der Datensicherung an.
Bei Zip-Dateien ist die Verschlüsselungstiefe einstellbar:

Ohne Komprimierung und bei gzip-Komprimierung wird die Verschlüsselungstiefe immer automatisch festgelegt.

Datei-Infos kopieren

Nach einem Rechtsklick auf eine Datei und Anzeige von deren Eigenschaften wird im Windows-Explorer eine Seite Details angezeigt. Diese Informationen haben verschiedene Quellen. Bei Word-Dokumenten werden hier u.a. die in der Datei gespeicherten Dokumenteninfos angezeigt, bei Bildern die in der JPG-Datei gespeicherten EXIF-Daten.
Bei NTFS-Dateisystemen gibt es zusätzlich eine Möglichkeit, jede Datei mit im Dateiumfeld (document summary) abgelegten Infos zu versehen. Diese sind nicht Inhalt der Datei selbst und werden daher beim Sichern normalerweise nicht mitkopiert.
Sollen diese Infos auch gesichert werden, muss die Option Dateinfos kopieren ausgewählt werden. Dies ist allerdings nur möglich, wenn das Backup in unverschlüsselte Einzeldateien erfolgt und das Backupziel ein NTFS-Dateisystem ist. Das auf externen Festplatten oder USB-Sticks häufig verwendete FAT32-Dateisystem unterstützt dies nicht. Jeder Anwender sollte aber prüfen, ob er diese Option wirklich benötigt. Bei den Dateien der o.g. Anwendungen (MS-Office-Dokumente und JPG-Bilder) ist das i.d.R. nicht erforderlich. Ob es Anwendungen gibt, die diese nur bei NTFS vorhanden Möglichkeit ausnutzen, ist mir z.Zt. nicht bekannt.

Kopiere Erstellungsdatum

Im NTFS-Dateisystem ist jede Datei mit drei Zeitstempeln versehen: Erstellt, Geändert am und letzter Zugriff. Normalerweise wird immer das Geändert am mit kopiert. Bei Auswahl dieser Option wird zusätzlich auch das Erstellt auf die Kopie übernommen.

Quelldateien nach Backup löschen

Die Auswahl dieser Option bewirkt, dass nach erfolgreicher Sicherung einer Datei (die Verifizierung wird automatisch eingeschaltet), die Datei auf der Quellseite gelöscht wird. Dies wird sicher nur in Ausnahmefällen benötigt und sollte, wie immer, wenn Dateien gelöscht werden, mit großer Vorsicht angewendet werden.

Leere Verzeichnisse im Ziel löschen

Wenn sich beim Backup im Ziel leere Verzeichnisse ergeben sollten, werden diese entweder gar nicht angelegt oder nach dem Backup gelöscht (Standardeinstellung). Wenn solche Verzeichnissse im Ziel verbleiben sollen, muss diese Option abgewählt werden.

Überprüfe kopierte Dateien


Das Markieren dieser Option bewirkt, dass nach dem Sichern einer Datei geprüft wird, ob die Kopie einwandfrei ist. Je nach Einstellung für das Backup wird dabei unterschiedlich verfahren:


J. Rathlev, D-24098 Kiel, Jan. 2012