Rettung eines beschdigten Master-Boot-Records (MBR):
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Die Funktion des MBR ist anderer Stelle vielfach beschrieben worden. Hier
sollen nur einige Mglichkeiten aufgezeigt werden, wie ein beschdigter
MBR repariert werden kann.

Warnung:
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Bei allen Manipulationen am MBR ist uerst vorsichtig zu verfahren. Fehler
dabei knnen den Verlust aller Daten auf der Festplatte zur Folge haben.
Jede Benutzung der nachfolgend beschriebenen Programme geschieht auf eigenes
Risiko des Anwenders.


1. einfacher Fall: MBR durch Virus o. beschdigt, Partitions-Tabelle intakt
   ---------------
   - von Diskette (z.B. DOS 62 oder Win9x) booten
   - FDISK /mbr     aufrufen
   - Diskette entfernen und neu starten


2. mittelschwieriger Fall: Partitions-Tabelle defekt, Kopie von MBR vorhanden
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   Dieses Verfahren kann angewendet werden, wenn von dem intakten MBR eine
   Sicherungskopie mit MBRSAVE.EXE erstellt wurde:

   - im DOS-Modus booten (z.B. von einer Diskette)
   - MBRSAVE    oder MBRSAVE <Name>    aufrufen
     (Es wird eine Kopie des MBR als Datei MBR.SAV oder <Name>.SAV erzeugt.)
   - Wenn noch nicht erfolgt, sollte diese Kopie auf einer Diskette gesichert
     werden.

   Das Zurckspeichern des gesicherten MBR geschieht mit:
   - im DOS-Modus booten (z.B. von einer Diskette)
   - MBRSAVE /restore   oder MBRSAVE /restore <Name>    aufrufen

   Es empfiehlt sich dazu, sich eine bootfhige Diskette mit einem DOS-System und
   dem Programm MBRSAVE (und ev. SCANPART, s.u.) anzulegen.


3. schwieriger Fall: Partitions-Tabelle defekt, keine aktuelle Kopie des MBR vorhanden
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   In diesem Fall muss die Partitions-Tabelle von Hand bearbeitet werden.
   Als Basis kann ein gesicherter, nicht mehr aktueller MBR des benutzten Laufwerks
   verwendet werden. Wenn dieser nicht vorhanden ist, muss ein vllig neuer MBR
   konstruiert werden.
   Dazu bentigt man mindestens Notizen mit den Start- und Endpunkten der einzelnen
   Partitionen, wie sie z.B. von Partition Magic angezeigt werden. Wenn auch dies
   nicht vorhanden ist, bleibt noch die Mglichkeit mit dem Programm SCANPART die
   Festplatte nach Partitionen zu durchsuchen:

   - im DOS-Modus booten (z.B. von einer Diskette)
   - SCANPART [<filename>] [/d:n] [/p]  aufrufen
        <filename> : Binr-Datei fr die Sicherung aller gefundenen Bootsektoren
        	     (MBR, PBR1, PBR2, ..) - Standardwert: SCANPART.BIN
        Optionen:
          /P       : Schreibe ein Protokoll nach <filename>.TXT
          /D:n     : Lese von Laufwerk 0,1,..

   Hinweis: Das Programm fhrt nur Leseoperationen auf der Festplatte aus. Es werden
   -------  keine Daten verndert.

   Beispiel fr ein Scan-Protokoll:
   --------------------------------
      Scan disk partition tool (c) 2001, J. Rathlev, Uni-Kiel
      =======================================================
      Disk 0 - physical parameter:
        Cylinders:  16383
        Heads    :     16
        Sectors  :     63
      Disk 0 - logical parameter:
        Cylinders:   4982
        Heads    :    255
        Sectors  :     63

      Master boot record:
      -----------------------------------------
        Log. Partition: 1 (Active - Type: $06)
          Start: Cyl = 0 / Hd =   1 / Sec =  1
          End:   Cyl = 12 / Hd = 254 / Sec = 63
        Log. Partition: 2 (Type: $1B)
          Start: Cyl = 13 / Hd =   0 / Sec =  1
          End:   Cyl = 777 / Hd = 254 / Sec = 63
        Log. Partition: 3 (Type: $0F)
          Start: Cyl = 778 / Hd =   0 / Sec =  1
          End:   Cyl = 4981 / Hd = 254 / Sec = 63
        Log. Partition: 4 (Type: $00)
          Start: Cyl = 0 / Hd =   0 / Sec =  0
          End:   Cyl = 0 / Hd =   0 / Sec =  0

      Scanned boot sectors:
      -----------------------------------------
      FAT Partition found at $00 00 00 3F
        OEM Id.:             MSDOS5.0
        Media descriptor:    $F8
        Number of FATs:      2
        Bytes per sector:    512
        Sectors per cluster: 4
        Sectors per head:    63
        Heads per cylinder:  255
        Total sectors:       208782 ($00 03 2F 8E)
        Sectors per FAT:     204
        BIOS Drive number:   $80
        Serial number:       1007027445
        Volume label:        MS-DOS
        System identifier:   FAT16
      -----------------------------------------
      FAT Partition found at $00 03 2F CD
        OEM Id.:             MSWIN4.1
        Media descriptor:    $F8
        Number of FATs:      2
        Bytes per sector:    512
        Sectors per cluster: 8
        Sectors per head:    63
        Heads per cylinder:  255
        Total sectors:       12289725 ($00 BB 86 BD)
        Sectors per FAT:     11980
        BIOS Drive number:   $80
        Serial number:       2014055222
        Volume label:        WINDOWS 200
        System identifier:   FAT32
      -----------------------------------------
      Extended Partition found at $00 BE B6 8A
      Logical partitions at:
        Log. Partition: 1 (Type: $06)
          Start: Cyl = 778 / Hd =   1 / Sec =  1
          End:   Cyl = 1023 / Hd = 254 / Sec = 63
        Log. Partition: 2 (Type: $05)
          Start: Cyl = 1024 / Hd =   0 / Sec =  1
          End:   Cyl = 1533 / Hd = 254 / Sec = 63
        Log. Partition: 3 (Type: $00)
          Start: Cyl = 0 / Hd =   0 / Sec =  0
          End:   Cyl = 0 / Hd =   0 / Sec =  0
        Log. Partition: 4 (Type: $00)
          Start: Cyl = 0 / Hd =   0 / Sec =  0
          End:   Cyl = 0 / Hd =   0 / Sec =  0


   Das Bearbeiten der Partitions-Tabelle wird durch das Windows-Programm PARTTAB
   ermglicht. Man kann damit die Tabelle eines MBR, der mit dem oben beschriebenen
   Programm MBRSAVE gesichert wurde, bearbeiten und als genderten MBR abspeichern.
   Dieser kann dann mit MBRSAVE auch wieder auf die Festplatte geschrieben werden.
   Die Angaben fr die Partitionen knnen mit PARTTAB sowohl in der Form
   Cyl/Hd/Sec als auch Startsector/Sectorcount erfolgen. Die erforderlichen
   Umrechnungen bernimmt das Programm.

   Mit den Informationen von SCANPART kann so eine Partitions-Tabelle wieder
   rekonstruiert werden. Dabei ist natrlich grte Vorsicht geboten, da mit
   falschen Werten unter Umstnden Daten auf der beschdigten Festplatte verloren
   gehen knnen.

   J. Rathlev, Sept. 2002


